Strom- und Gaspreise steigen
Aufgrund gestiegener Kosten erhöhen
die Stadtwerke Velbert zum Jahresbeginn ihre Strom- und Gaspreise.
Die Stromtarife der Grundversorgung steigen moderat um 0,83 Cent/kWh netto. Für einen typischen Verbrauch einer 3-köpfigen Familie mit 4.000 kWh pro Jahr bedeutet dies eine monatliche Mehrbelastung von netto 2,77 Euro.
In den vergangen zwei Jahren konnten die Stadtwerke Velbert in der Stromversorgung auf die Weitergabe eigener Kostensteigerungen verzichten und haben lediglich die gesetzlich festgelegten Steigerungen der EEG-Zuschläge (Erneuerbare-Energien-Gesetz) weiterberechnet.
Aufgrund der gestiegenen Netznutzungskosten im vorgelagerten und im eigenen Netz, dem geringfügigen Anstieg der EEG-Zuschläge, sowie nicht vermeidbarer Kosten im Bereich der Stadtwerke machen jedoch eine Anhebung der Preise für 2012 erforderlich. Die Preiserhöhung entspricht einer Steigerung von 3,7 %.
Diese Preise wollen die Stadtwerke Velbert für die kommenden 2 Jahre stabil halten – lediglich die Veränderung gesetzlich bestimmter Preisbestandteile könnten demnach zu einer Preisänderung führen.
Die Gaspreiserhöhung für das Lieferjahr 2012 beträgt für die Kunden der Grundversorgung 0,57 Cent/kWh netto.
Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden bedeutet dies eine monatliche Mehrbelastung von netto 5,70 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 7,4 %. Seit April 2009 sind die Heizölpreise bereits um mehr als 84 % gestiegen.
Die Gaspreise blieben seit den letzten, kräftigen Senkungen von insgesamt 1,611 Cent/kWh im Januar 2009 und April 2009 lange unverändert. „Damit konnten wir die Gaspreise auf dem Preisniveau von 2006 jetzt über 2 Jahre halten“ freut sich Herr Thissen, Geschäftsführer der Stadtwerke. „Nimmt man einmal die Vorauskasse-Anbieter aus, deren Geschäftspolitik als Schneeballsystem nach der Insolvenz von Teldafax zunehmend in Zweifel geraten ist, zeigt sich, dass unsere Angebote absolut konkurrenzfähig sind“, so Herr Thissen. Die Stadtwerke haben zwar aufgrund neuer Vertragsverhandlungen den Einfluss der Ölpreise deutlich gemindert, trotzdem sind die Bezugskosten angestiegen, so dass man nun gezwungen ist, diese Kosten auf die Gaspreise umzulegen. Zudem stiegen auch die Kosten des vorgelagerten Netzes an. Während viele Versorger bereits zum Winterbeginn im Oktober 2010 die Preise erhöhen mussten, konnten die Stadtwerke den Vorteil der neuen Verträge für ihre Kunden nutzen, die erforderliche Steigerung erst ab Januar 2012 einzukalkulieren.
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